Gazella Dorcas

 

Verzauberte: wie kann der Einklang zweier

erwählter Worte je den Reim erreichen,

der in dir kommt und geht, wie auf ein Zeichen.

Aus deiner Stirne steigen Laub und Leier,

 

und alles Deine geht schon im Vergleich

durch Liebeslieder, deren Worte, weich

wie Rosenblätter, dem, der nicht mehr liest,

sich auf die Augen legen, die er schließt:

 

um dich zu sehen: hingetragen, als

wäre mit Sprüngen jeder Lauf geladen

und schösse nur nicht ab, solang der Hals

 

das Haupt ins Horchen hält: wie wenn beim Baden

im Wald die Badende sich unterbricht:

den Waldsee im gewendeten Gesicht.


Das Gedicht "Die Gazelle" stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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