Noch fast gleichgültig ist dieses Mit-dir-sein...

Doch über ein Jahr schon, Erwachsenere, kann es vielleicht dem Einen,

der dich gewahrt, unendlich bedeuten:

Mit dir sein!

 

Ist Zeit nichts? Auf einmal kommt doch durch sie

dein Wunder. Daß diese Arme,

gestern dir selber fast lästig, einem,

den du nicht kennst, plötzlich Heimat

versprechen, die er nicht kannte. Heimat und Zukunft.

 

Daß er zu ihnen, wie nach Sankt-Jago di Compostella,

den härtesten Weg gehen will, lange,

alles verlassend. Daß ihn die Richtung

zu dir ergreift. Allein schon die Richtung

scheint ihm das Meiste. Er wagt kaum,

jemals ein Herz zu enthalten, das ankommt.

 

Gewölbter auf einmal, verdrängt deine heitere Brust

ein wenig mehr Mailuft: dies wird sein Atem sein,

dieses Verdrängte, das nach dir duftet.


Das Gedicht "Noch fast gleichgültig..." stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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