Ruf mich, Geliebter, ruf mich laut!

Laß deine Braut nicht so lange am Fenster stehn.

In den alten Platanenalleen

wacht der Abend nicht mehr:

sie sind leer.

 

Und kommst du mich nicht in das nächtliche Haus

mit deiner Stimme verschließen,

so muß ich mich aus meinen Händen hinaus

in die Gärten des Dunkelblaus

ergießen...


Das Gedicht "Die Braut" stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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