Ihr wollt mit der Muse, der hehren, vermählen
Unsaubre Kumpane, gemeine Gesellen,
Und an den Bastarden im Schall der Reklamen
Vererben der Nachwelt zum Spott Eure Namen!
O, seid Ihr auch klar Euch solch' törichten Strebens?

Der Alltagsmenschen stumpfe und blöde
Begierden und Taten sind lächerlich schnöde,
Man kann sie bewundern nicht, auch nicht sie hassen,
Man muß sie als Schelme ziehen lassen,
Und dürstet nach fruchtender Labung vergebens.

Nur dort, wo noch tapfere Herzen schlagen,
Voll glühenden Schwunges zu mutvollem Wagen,
In Wettern der Leidenschaft und Phantasie,
Nur dort sitzt die göttliche Frau Poesie
kredenzend am üppigen Mahle des Lebens.


Das Gedicht "An die junge Dichterschule" stammt von   (1843 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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