Heiteres Leuchten im braunen Gesicht,

Wählig der Himmel hinrollendes Licht

Prächtige Bläue so unten, so oben

Singender Jubel, freudiges Toben.

 

Greifende Arme ins tolle Gemisch

Kinder mit Flossen, zappelnder Fisch

Fassen und fliehen, krähen und haschen,

Taumeln und tauchen, spritzen und waschen.

 

Siehe der Väter verwunderlich Treiben

Wissen vor Freude nirgends zu bleiben

Greifende Arme ins tolle Gemisch

Fassen die Kinder, fassen den Fisch.

 

Schauen ihr lachendes Weltwunder an

Ja, so ein Vater, das ist euch ein Mann.

In seinem Kinde ist nochmal sein Leben,

Kann sich nun selber ja schwingen und heben.

 

Wie eine Sonne die selber sich scheint

Einmal rosig, das andere gebräunt

Wirft an das Licht sein fliegendes Wunder,

Das an der Brust hält glattzackigen Flunder.

 

Auf grünem Gestein rotflossige Hand

Goldüberrollt ins verschwimmende Land

Schauen zwei Augen,

Sterne stiller Freude

Ins verschwindende Weite.

 

Lustige Väter, junge berauscht

Schleudern mit Flossen ausspannender Hand

Schuppenumglitzerte Kinder krähend ans Land -

Mutter lauscht.

So ist es, daß die Erden

Von allem Wachsen schöner werden.


Das Gedicht "Wellenspiel" stammt von   (1854 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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