Vater, herrlicher Vater,
Soll ich meine Seele dir senden,
Was soll ich mit ihr,
Ich verstehe sie ja nicht mal zu halten,
Nicht zu gestalten?
Und sie liebt dich so,
Und ich treibe sie weit,
Weit ab von dir,
In Nesseln und in Sumpf,
Und ihre scharfen Sinne
Wurden dumpf.
Wie dieser blaue,
Rüstige Morgen,
Wie er sich öffnet
Deiner starken Sonne
Freundlichem Gold,
So auf zu dir.
Und wie jung und weiß umflimmert
Die Herbstblumen bunte
Kinderwelt
Hier auf dem Schulhof,
So sollen munter
Meiner Seele
Ewige Jugendkräfte
Wandeln vor dir.
Das Gedicht "Herbstmorgen" stammt von Peter Hille (1854 - 1904).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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