Karfreitags Krone. Heldenkönig! Einsames Haupt.

Verstoßen. Erheben

Die feige Flucht verdammender Hände.

Ein suchender führender Quell.

Wenn ich erhöht sein werde, will ich alle zu mir ziehen.

Und die Welt, die schwere Welt, die leichtsinnschwere Welt,

Fast schon oben, reißt ab, eine Wunde reißt auf,

Der Seele, Wunde des Leibes, Wunde des Todes:

Vater verzeihe ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.

Zum schmerzlichen Hohn der Dornenkrone

Fallen kühlende Tropfen fühlender Größe.

Dem bedeutenden, einsamen Menschen an seinem Tage nahe sei,

So ist stiller Freitag, so ist Ostern

Trauerhelles Opferglück.

Abschiednehmendes Wiedersehn.

 


Das Gedicht "Karfreitag" stammt von   (1854 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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