Es ist so ein eigener Schein, so ein grünheller innerer Ton wie eine Wiese,

von der niemand weiß, wo sie herkommt und mit ihrem Wachstum leuchtet da

mitten auf den Wellen, wo sie sich wie ein Hügel erheben.

Höher und höher sich dehnen.

 

Und da am Strand zu meinen Füßen, wie Ackerkrume ist das,

wie Ackerkrume mit ihren schwarzen, fruchtschwellenden Kämmen,

die sich vornüber zur Seite neigen.

 

Wie üppige Wünsche, ungeheuer und lüstern wölbt sich das blaue Gewölk

zu wilden Hallen dröhnend zuckender Leidenschaften.

Bleiches Grauen in dünnen Streifen zieht darüber,

ein ohnmächtiges Gewissen, das Furcht hat.


Das Gedicht "Gewitter auf dem Meere" stammt von (* 1854-09-11, † 1904-04-07).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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