Das Gewand meiner Seele erzittert im Sturm deiner Liebe,
Wie tief im Hain
Das Herz des Frühlings zittert.
Ja, mein heftiges Herz,
Wir haben Frühling:
Auf einmal ist dann alles Blühen da.
Was schön ist auf dieser Weltwiese,
Ist nur aus Sehnen und Liebe schön,
Und will dich holen mit Farbe und Duft.
O komm, ich bin ja so schön nach dir!
O komm, ich bin ja so süß nach dir!
Ich, deine wartende Zier, deine lebendige,
Vergehe nach dir.
Jeden Tag kommt Alter, kommt Welken,
Komm du dem Alter, dem Welken zuvor!
Das Gedicht "Brautseele II" stammt von Peter Hille (1854 - 1904).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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