Leise, Peterle, leise,

Der Mond geht auf die Reise,

Er hat sein weißes Pferd gezäumt,

Das geht so still, als ob es träumt,

Leise, Peterle, leise.

 

Stille, Peterle, stille,

Der Mond hat eine Brille,

Ein graues Wölkchen schob sich vor,

Das sitzt ihm grad auf Nas und Ohr,

Stille, Peterle, stille,

 

Träume, Peterle, träume,

Der Mond guckt durch die Bäume,

Ich glaube gar, nun bleibt er stehn,

Um unser Peterle im Schlaf zu sehn -

Träume, Peterle, träume.


Das Gedicht "Gutenachtliedchen" stammt von (* 1862-10-31, † 1918-07-09).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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