Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!

Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,

vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,

hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.

 

Was dich betrübt und labt, halt alles für erkoren;

nimm dein Verhängnis an. Laß alles unbereut.

Tu, was getan muß sein, und eh man dir′s gebeut.

Was du noch hoffen kannst, das wird noch stets geboren.

 

Was klagt, was lobt man doch? Sein Unglück und sein Glücke

ist ihm ein jeder selbst. Schau alle Sachen an:

dies alles ist in dir. Laß deinen eitlen Wahn,

 

und eh du fürder gehst, so geh in dich zurücke.

Wer sein selbst Meister ist und sich beherrschen kann,

dem ist die weite Welt und alles untertan.


Das Gedicht "An sich" stammt von   (1609 - 1640).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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