Zu deinen Füßen will ich ruhn,
und dir in's Auge schau'n,
die blaue Nacht mag leise nun
auf uns herniedertau'n.
Schon tauchet aus dem stillen See
des Mondes Bild empor,
und kühner streift das scheue Reh
durch Wald und Wiesenmoor.

Mein Haupt laß ruhn auf deinem Schoß,
da ruht es sanft und weich.
Wie ist der Himmel weit und groß,
wie ist die Erde reich!
Der schönste Stern in blauer Nacht,
der schönste Stern bist du,
in deines Lichtes sanfter Pracht
o gönne mir die Ruh!

An deinem Herzen laß mich ruhn
nur kurze, sel'ge Zeit!
Kein Lauscher kündet unser Tun,
die Welt ist traumgefeit.
Ach, laß mich ruhn an deinem Mund,
Eh noch die Nacht verglimmt,
Bis Himmel uns und Erdenrund
In Seligkeit verschwimmt!


Das Gedicht "Selige Ruhe" stammt von   (1824 - 1896).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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