Leuchtend durch die heilige Nacht
ziehn die ewigen Sterne,
Glockenton durchdringt mit Macht
alle Himmelsferne.
Öffne nun, o Herz, dich weit,
denn die Stund ist kommen,
da den Ruf glückselger Zeit
wieder du vernommen.
Zündet denn die Kerzen all
eurer Weihnachtsbäume,
tönen laßt den Freudenschall
durch des Hauses Räume!
Wie die heilge Nacht erneut,
liebend all erkoren,
werd in unsrer Brust auch heut
Liebe neu geboren!
Das Gedicht "Leuchtend durch die heilige Nacht" stammt von Otto Roquette (1824 - 1896).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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