Voll Haß und Unrast lief ich in den Wald:

Mein Herz war heiß; die Welt war tot und kalt.

 

Du Bächlein bist so wild und kraus wie ich;

Komm, schäumender Gesell, und lehre mich: -

Du gleitest singend über Blum′ und Moos -

was ist im großen Weltenspiel dein Los?

Und sprühend, perlend klang es aus dem Schaum,

ein Lied, die Welle sang es wie im Traum:

 

»Im Schoß der Berge kurze Stunden träumen,

ein froher Sprung vom steilen Hange her -

an starren Felsenklippen sich zerschäumen -

und seinem Selbst entsagen fern im Meer.« -

 

Noch lange horcht′ ich. Klang′s vom Himmel her?

»Und seinem Selbst entsagen fern im Meer.«


Das Gedicht "Waldidyll" stammt von   (1862 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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