Ich schreite einsam durch den Wald,

Die Nacht webt schwarz um düstre Tannen;

Vor meinem Geist steht Weh und Luft

Der langen Jahre, die verrannen.

 

Hat mehr des Leibes, mehr der Luft

Mich angefaßt im Weltgetriebe? -

Ob allem, was verweht, vergeht,

Stand ewig leuchtend deine Liebe!

 

Auch heute, da durch Nacht und Graun

Mein müder Fuß zum Ziele schreitet,

Fühl ich o tief, wie mich dein Geist

In dieser Einsamkeit begleitet.


Das Gedicht "Nächtliche Wanderung" stammt von   (1862 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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