Ich zieh′ ins Feld, mich hat geladen

Ein heiliges geliebtes Haupt;

O Dank den ew′gen Himmelsgnaden,

Mein König hat den Kampf erlaubt.

 

Ich zieh′ ins Feld für meinen Glauben,

Für aller Welten höchstes Gut;

Am Nile schwur der Feind zu rauben

Uns vom Altar des Heilands Blut.

 

Ich zieh′ ins Feld für ew′ges Leben,

Für Freiheit und uraltes Recht;

In frischer Kraft soll sich erheben

Der Mensch, zu lange schon ein Knecht.

 

Ich zieh′ ins Feld um Himmelsgüter

Und nicht um Fürstenlohn und Ruhm;

Ein Ritter ist geborner Hüter

Von jedem wahren Heiligthum.

 

Ich zieh′ ins Feld für Deutschlands Ehre,

Das Lustspiel alter Heldenwelt,

Daß Lied und Minne wiederkehre

In unser grünes Eichenzelt.

 

Ich zieh′ ins Feld mit freien Bauern

Und ehrenwerther Bürgerzunft;

Ein ernster Schlachtruf ist ihr Trauern

Um alter Zeiten Wiederkunft.

 

Ich zieh′ ins Feld, daß ferner gelte

Mein Adel, meine Wappenzier,

Daß mich der Ahnen keiner schelte

Einst an des Paradieses Thür.

 

Ich zieh′ ins Feld für meine Dame,

Die schönste weit im ganzen Land,

Daß ohne Tadel sei der Name

Den sie zu tragen würdig fand.

 

Ich zieh′ ins Feld, wo tausend sinken

Als Bürger einer bessern Welt;

Soll mir der Todesengel winken,

Hier bin ich, Herr, ich zieh′ ins Feld.


Das Gedicht "Warum er ins Feld zog" stammt von   (1783 - 1817).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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