Zum 15. December 1815.
Nie soll mich die Wahl gereuen,
Und ich sage feierlich,
Könnt′ ich auch noch zehnmal freien,
Zehnmal frei′t ich, Liebste, dich!
Führt mich abwärts auch die Straße,
Stundenweit und meilenweit,
Kenn′ ich dennoch keine Maße
Für die Treu′ und Zärtlichkeit.
Muß ich wieder einsam feiern
Unser schönes Hochzeitfest,
Will ich doch den Bund erneuern,
Der sich nicht zerreißen läßt.
Laß uns wie zwei Bund′sgenossen
Unsre Pilgerpfade gehn,
Unsre Ehe ward geschlossen
Wo vor Gott die Engel stehn.
Reich an Gnaden, arm an Ehren,
Sonder Anfang, sonder End′,
In die Ewigkeit soll währen
Dies hochwürd′ge Sakrament!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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