Wende den Blick hinweg! Er traf mich lang

Und traf mich tödlich. Zwar ich gleite nicht

Unwillig hin, nicht zu vergehen bang:

Nur nimm von meinem Tod dies dunkle Licht,

Nimm Deinen Blick hinweg! Kein Dickicht ist

Mir ja bereitet wie dem wunden Tier,

Dem bald Geendeten; und keine List

Mich zu verbergen wachte noch in mir -

So sei barmherzig! - Und es löste sich

Auch meinem Blick dies schauerlich einmal

Vernommne Bild: Es bot dem kaiserlich

Wandelnden Nero sich, von spitzem Pfahl

Emporgepreßt, ein Antlitz, das verblich:

Er prüfte lang und lächelnd seine Qual.


Das Gedicht "Sonett (Wende den Blick hinweg...)" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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