Ists darum, daß du schweigst, Gott, weil du haust

In dem Verstummenden? Bist du der leere

Schallose Raum, in dem es schweigt, und baust

Dich rund um uns? Bist, den ich kniend ehre,

Der Angespiene Eines, und es gleichen

Gebet und Fluch dir Ohrenlosem längst

Sich aus, eh sie ertönten? Und es streichen

Sich Schmerz und Freude, daß nichts bleibt? Du hängst

Ein großer Ausgleich, bist wie das Bemessen

Der Wage, die im Gleichgewicht besteht?

Alles geht auf? Und daß mir hier, vergessen

Fast von mir selbst, die Einsamkeit vergeht

Und sich erneut, unendlich, trifft dich nicht?!

Du weißt sie drüben gehn in bunten Scharen,

Sie staunen vor den rasch verschäumten Jahren,

Und warfst mich hin: ihr einiges Gewicht.


Das Gedicht "Robinson sucht Gott" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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