Erkenne nun: du konntest ärmer sein

Stets noch um vieles. Nicht das Moos zur Nacht,

Der Quelle Trunk, ein Schatten, die allein

Verlierbar noch; o hier ward mehr vollbracht

An Aufzugebendem: daß, jäh beraubt

Ums Ziel, Gedanken stehn, die sonst dich brachten

Schnell ins Gerettete: bedrohte dich

Gewässer, riefst du "Land"; und als entfachten

Nach dir sich Flammen, o wie stürzte sich

Ins Kühle deine Sehnsucht. Was geschah

An schmerzlich Spürbarem, vertrieb

Zum Gegensatz dich hoffend: Heil war nah.

Wohin nun denkst du rettend? Was verblieb?

Nicht Erde, die sich öffnet; Meer, das steigt,

Tödliches Wasser; Himmel nicht, in Brand;

Tal nicht, aufberstend; Berg nicht, der sich neigt:

Kein Ausweg mehr ins Andre:

O halt stand!


Das Gedicht "Robinson - Das Erdbeben" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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