Oft aus den tiefen Schächten der Nacht

Steigst Du empor: Dir trieft

Dunkel Schweigens Gewässer

Aus dem verworrenen Haar.

 

Oft vor der Röte des Morgens

Steht das Gebirg, Deine Stirn,

Schweifender Hang der Wange um

Deines Mundes vereisten Grat.

 

Abends dämmert Dein Schatten oft.

Tief aus dem Spiegel des Sees,

Blicklosen Blickes hebt

Sich Dein goldenes Auge auf.

 

Allein im Mittag seh ich Dich

Beweglich, flüchtigen Fußes

Ziehn wie die Zeit. Du schüttelst

Lächelnd Hände und Haupt.


Das Gedicht "Oft aus den tiefen Schächten der Nacht" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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