Oft aus den tiefen Schächten der Nacht
Steigst Du empor: Dir trieft
Dunkel Schweigens Gewässer
Aus dem verworrenen Haar.
Oft vor der Röte des Morgens
Steht das Gebirg, Deine Stirn,
Schweifender Hang der Wange um
Deines Mundes vereisten Grat.
Abends dämmert Dein Schatten oft.
Tief aus dem Spiegel des Sees,
Blicklosen Blickes hebt
Sich Dein goldenes Auge auf.
Allein im Mittag seh ich Dich
Beweglich, flüchtigen Fußes
Ziehn wie die Zeit. Du schüttelst
Lächelnd Hände und Haupt.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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