Wir denken euch im Gleiten manchmal, Lebende,

Durch Traum und Ahnung und die Flut des Abends:

Ihr Schmerzlichen, wenn ihr in schweren Taten

Zur Tiefe sinkt.

Wir stiegen steil empor,

Da unserm Aufbruch keine Ziele standen,

Uns grenzenlos die Wanderschaft empfing.

Nun sind wir über euch, und euer fernstes

Geschehen löscht, Erinnerung, vertan,

Uraltes Lächeln unserer Vergangenheit.


Das Gedicht "Gesang der Frühvollendeten" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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