Er hatte seit Jahren nicht menr gesät

Verstreut noch reifte ihm das Getreide

Zuletzt ließ er den Hafer ungemäht

Sein Pferd verlor sich auf der Weide.

 

Er brach eine Zeit noch Beeren vom Ast

Als müßte er einen Hunger stillen,

Dann vergaß er auch diese letzte Last

Um seiner tieferen Ruhe willen.

 

Er saß vor der Hütte bei Tag und Nacht

Die Hütte verfiel in Wind und Regen

Allmählich wuchsen die Gräser sacht

Seinen Füßen und Knien entgegen

 

Und wuchsen langsam durch seine Hand.

Er ward wie ein Sieb, ohne Außen und Innen.

Gleichmäßig und ganz ohne Widerstand

Konnten die Jahre durch ihn rinnen.


Das Gedicht "Der Einsiedler" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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