Die Sommerrosen blühen

Und duften um mich her;

Ich seh′ sie all′ verglühen,

Will keine Blumen mehr.

 

Der Bruder mein that ziehen

Mit Königs stolzem Heer,

Läßt einsam mich verblühen,

Will keine Blumen mehr.

 

Die blanken Waffen sprühen

Weit Funken um ihn her;

Das Herz thut ihm erglühen,

Will keine Blumen mehr.

 

Und Silbersterne blühen

Um Helm und Brustschild her,

Die blitzend ihn umziehen,

Will keine Blumen mehr.

 

Die Sommerrosen glühen

Und duften all′ so sehr;

Ich seh′ sie all′ verblühen,

Will keine Blumen mehr.


Das Gedicht "Will keine Blumen mehr" stammt von   (1798 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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