Muß es eine Trennung geben,

Die das treue Herz zerbricht?

Nein, dies nenne ich nicht leben,

Sterben ist so bitter nicht.

 

Hör' ich eines Schäfers Flöte,

Härme ich mich inniglich,

Seh' ich in die Abendröte,

Denk' ich brünstiglich an dich.

 

Gibt es denn kein wahres Lieben?

Muß denn Schmerz und Trennung sein?

Wär' ich ungeliebt geblieben,

Hätt' ich doch noch Hoffnungsschein.

 

Aber so muß ich nun klagen:

Wo ist Hoffnung, als das Grab?

Fern muß ich mein Elend tragen,

Heimlich bricht das Herz mir ab.


Das Gedicht "Muß es eine Trennung geben" stammt von   (1773 - 1853).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte