Wir hörten schon so manches Stücklein melden

Zum ewigen Ruhme der englischen Helden.

Das beste blieb uns noch aufgehoben,

Wir dürfen sie heute aufs neue loben.

Erbittert nach den empfindlichen Hieben,

Haben sie Weiber und Kinder zusammengetrieben.

Die mussten in glühender Sonne kampieren,

Wer′s nicht vermochte, der konnte krepieren.

Die Mütter sahen die Kleinen sterben

Und mussten selber langsam verderben.

Konnten nicht helfen, konnten nur bitten;

Kein Mensch mag ermessen, was sie gelitten

Um ihre Kinder. Was taten die Armen?

Zum Teufel mit dem dummen Erbarmen!

Es traf die Väter, die sich erfrechten,

Noch immer für Haus und Hof zu fechten.

Die es vollbrachten, sind Christen gewesen,

Die den Heiland tragen zu den Chinesen,

Und die Bibel von hinten bis vorne kennen,

Und den lieben Gott ihren Duzfreund nennen.

Das Stücklein von den blutigen Hunden,

Das Stücklein ist wahr! Nicht hat es erfunden

Ein märchenschreibender Zeitungslenker.

Und der es befohlen, der Weiberhenker,

Der tapfere Roberts — die Wahrheit ist bitter —

Ist königlich preußischer Ordensritter.


Das Gedicht "Aus Südafrika" stammt von   (1867 - 1921).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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