Vorrede:
Ich bin das Meer, schier ohne Grund und Küste,
Ihr wißt es, Perlen hat das Meer.
Nachrede:
Jawohl, das Meer, die große Wasserwüste,
Gewiß auch nicht an Perlen leer,
Wer aber will sie suchen, wer?
Gedichte
Ludwig Eichrodt
Vorrede:
Ich bin das Meer, schier ohne Grund und Küste,
Ihr wißt es, Perlen hat das Meer.
Nachrede:
Jawohl, das Meer, die große Wasserwüste,
Gewiß auch nicht an Perlen leer,
Wer aber will sie suchen, wer?
Das Gedicht "Der große Lyriker" stammt von Ludwig Eichrodt (1827 - 1892).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.