Zu London in der großen Stadt
Von sechs Millionen Seelen
Man gar nichts zur Zerstreuung hat
Als wie das edle Stehlen.
Die Stadt liegt in dem Engelland
Und an dem Fluß der Themse,
Matrosen laufen an dem Strand
Und kauen ihre Bremse.
Viel tausend Galgen man dort hat,
Von allen Qualitäten,
Es ist die wahre Wohlethat,
Wenn Einer dran geht flöten.
Für g′meine Leut sind sie von Holz
Und Jedem nach dem Wuchse,
Für Lords von Mahagoniholz,
Für Handwerksbursch von Buchse.
Das ist von London die Geschicht′
Im Uebrigen ist Nebel,
Die Sonne scheint ihr Lebtag nicht,
Sonst wär′ es nicht so übel.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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