Dringe Nachts am Sternenhimmel
Scharf ins flimmernde Gewimmel
Mit erfreuten Augen ein,
Manches Sternlein wirst du finden,
Und im Augenblick verschwinden
Wird sein anspruchloser Schein.
Immer neue wird erreichen,
Selbst in Mondeshof die bleichen,
Deiner Blicke Adlerschwung,
Aber alle, kaum gesehen,
Werden wieder rasch verwehen,
Spurlos in die Dämmerung.
Also wie am Sternenhimmel
Forsch im menschlichen Getümmel,
Aber suche scharf und gern,
Und verwundert wirst zu zählen
Tausend, tausend scheue Seelen,
Aber jede ist ein Stern.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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