Ab die Helme! weg die Schwerter!

Werfet euch ins Gras!

Weicher ruht kein Ehegärter -

Jetzt nur Wein ins Glas!

Marketendrin, schenke ein!

Marketendrin, hast du Wein?

Lustig wollen wir sein.

 

Freunde trinkt, der letzte Batzen

Soll hinunter heut!

Aus, vorbei sind die Strapatzen,

Und der Feind zerstreut.

Spielleut, stellt euch in die Reihn,

Macht Musik und schenkt euch ein,

Trommler wirble drein!

 

Heisa lustig Lagerleben

Nach der bittern Schlacht!

Gott hat uns den Sieg gegeben,

Er hats brav gemacht.

Herrlich ist, nach Noth und Pein

Auszuruhn im Sonnenschein,

Wieder lustig sein.

 

Hoch soll unser Feldherr leben,

Er ist unser Mann!

Liebt die Schlacht, das Weib, die Reben,

Weil er Alles kann.

Marketendrin, schenk doch ein!

Marketendrin, bessern Wein,

Wenn wir Vivat schrein!

 

Unsre Brüder sollen leben,

Die verscharrt im Sand,

Wir, und selbst der Feind daneben,

Der uns wacker stand!

Hurra heisa schenket ein!

Vaterland, auf dein Gedeihn!

Marketendrin, Wein!


Das Gedicht "Aus dem Feld" stammt von   (1827 - 1892).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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