Mein Heimathland, mein badisch Land,

Wer preiset dich und hat Verstand

Und lobt nicht deinen Wein?

Markgräfler schenket ein!

 

Wohlan, der ist wie gelbes Gold,

Was aus dem Rhein der Landsmann holt,

Doch schenkt ihr Rothen ein,

Solls Affenthaler sein!

 

Fürwahr das heiß ich Rebenblut!

Und Roth und Gelb das dünk euch gut,

Trinkt Landesfarb im Wein!

Wie lustig blickt sie drein!

 

Ein muthiger, ein froher Sinn,

Ein treuer Sinn vom Rhein bis in

Die Berge weit hinein

Soll immerdar gedeihn!

 

Mein Heimathland, mein badisch Land,

Dich preis ich laut, wer hat Verstand

Und Herz, der stimme ein!

Gut leben ist am Rhein!


Das Gedicht "Badisch Trinklied" stammt von   (1827 - 1892).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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