Wenn nach süßem Abendschlummer
Die Natur im Monde liegt,
Da beginnt der große Kummer,
Der zur Brust sich schmiegt.
Und die Sehnsucht, ach, zu stillen,
Wandl′ ich in dem Dämmerlicht,
Brechend ohne meinen Willen
Ein Vergißmeinnicht.
Und ich sag′ es dir alleine,
Daß ich gern verrathen bin,
Denn die Thräne so ich weine,
Strömt als Lied dahin.
Und der Schmerz um das verlor′ne
Liebesblütheparadies
Gleicht so seltsamsüß dem Dorne,
Den die Rose ließ.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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