Tief im Walde sitzen zwei,
Leis′ umrauschet von den Bäumen,
Und es sprudelt hell der Quell
Und sie flüstern, kosen, träumen.
Weh′, du süßer Liebestraum,
Wenn wir dein erwachen,
Wie es auch geschäh′ – o weh –
Ob mit Weinen oder Lachen!
Gedichte
Ludwig Anzengruber
Tief im Walde sitzen zwei,
Leis′ umrauschet von den Bäumen,
Und es sprudelt hell der Quell
Und sie flüstern, kosen, träumen.
Weh′, du süßer Liebestraum,
Wenn wir dein erwachen,
Wie es auch geschäh′ – o weh –
Ob mit Weinen oder Lachen!
Das Gedicht "Die Lieb ein Traum" stammt von Ludwig Anzengruber (1839 - 1889).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.