Sieh′, ich verdurste! all mein Wesen lechzet

Nach deiner Seele, deinem tiefsten Selbst!

Du bist mir jetzt so quälend fern geworden!

Ich will mich fest in deine Seele saugen,

Ich will, ich muss all deine Thränen schlürfen,

Muss mich ertränken in dem fremden Ich.

Es drängt mich fiebernd aus mir selbst hinaus:

Der eig′nen Psyche aufgepeitschte Fluten

Will ich ... muss ich zu Füssen dir verbluten!


Das Gedicht "Qualen" stammt von   (1877 - 1897).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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