Lieber Mond! Verstecke dich,
Wenn mein Liebster zu mir fliegt,
Daß die Neugier müde sich
Auf dem platten Bauche liegt.
Lieber Mond! verstecke dich,
Wenn zu viel mein Auge sagt,
Denn wer ist so schwach, wie ich?
Lieber keinen Streit gewagt!
Lieber Mond! verstecke dich,
Wenn er meine Lippen küßt;
Denn ich Arme schäme mich,
Ob er gleich ein Engel ist.
Lieber Mond! verstecke dich,
Wenn die Abschiedsstunde schlägt,
Daß bei meinem Kummer sich
Nicht das Herz in ihm bewegt.
Lieber Mond! verstecke dich,
Wenn zurück mein Liebster kehrt,
Bis du – was klingt süßer? sprich! –
Seiner Flöte Ton gehört!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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