Gleich einem König, der in seine Staaten

Zurück als Sieger kehrt, empfängt ein Jubel dich!

Der Knabe balgt um deine Pflocken sich

Wie bei der Krönung um Dukaten.

 

Selbst mir, obschon ein Mädchen, und der Rute

Lang nicht mehr untertan, bist du ein lieber Gast;

Denn siehst du nicht, seit du die Erde hast

So weich belegt, wie ich mich spute?

 

Zu fahren ohne Segel, ohne Räder,

Auf einer Muschel hin durch deinen weißen Flor,

So sanft und doch so leicht, so schnell, wie vor

Dem Westwind eine Pflaumenfeder.

 

Aus allen Fenstern und aus allen Türen

Sieht mir der bleiche Neid aus hohlen Augen nach;

Selbst die Matrone wird ein leises Ach!

Und einen Wunsch um mich verlieren.

 

Denn der, um den wir Mädchen oft uns stritten,

Wird hinter mir, so schlank wie eine Tanne, stehn

Und sonst auf nichts mit seinen Augen sehn

Als auf das Mädchen mit dem Schlitten.


Das Gedicht "Als der erste Schnee fiel" stammt von   (1748 - 1828).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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