Zwei Augen wie Sterne

Die sähen so gerne

Das wonnige Licht,

Und dürfen es nicht;

Die hellen Karfunklen

Die könnten verdunklen

Das sonnige Licht,

Und dürfen es nicht.

O Liebesverlangen!

In Kerker gefangen,

Sind die Augen so minniglich,

Die Lippen so wonniglich,

Die Worte die milden,

Die Locken so gülden,

Es bricht mir das Herz

Vor Leidmuth und Schmerz.

Ich sehe bis an den Tod

Die Lippen rosinroth

Und sollt ich nimmer genesen,

Dächt ich doch an ihr minniglich Wesen,

An ihr Blicken so mild,

An das schönste Frauenbild,

Und sollt ich Schmach und Tod erwerben

Das Mägdlein minnt ich und sollt ich sterben.


Das Gedicht "Zwei Augen wie Sterne" stammt von   (1780 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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