Könnt′ ich einmal wieder singen,

Wär′ ich wiederum gesund,

Aber noch will′s Herz zerspringen,

Und im Trauern schweigt der Mund.

 

Kaum, daß die so leise Klage

Aus dem vollen Busen drang,

Wie an einem Wintertage

Oft schon halb ein Vogel sang.

 

Wie aus Wolken eng verschlossen

Halb oft dringt ein Sonnenblick,

Bald von Regen übergossen,

Wiederkehrt in sich zurück,

 

Also hellte mein Gemüte

Ach nur kurz ein lichter Traum,

Und vom aufgeweckten Liede

Hallten diese Töne kaum.


Das Gedicht "Gesanges Erwachen" stammt von   (1786 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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