Mit dem grünen, kleinen Hute,
Mit der Pfauenfeder d'rauf,
Saß sie da vor mir im Kahne,
Sah so listig zu mir auf.
In den Händen beide Ruder
Teilte kräftig sie die Flut,
Daß ihr seidnes Mieder bebte,
In die Wangen stieg das Blut.
Und sie sang mit voller Stimme
Mir ein altes Wunderlied:
Wie den Knaben zu bethören
Wär' die Nixe nimmer müd'.
Ruhig lauscht' ich solchen Worten,
Sah sie an wol unverwandt,
Bis sie lachend mit dem Kahne
Wieder stieß an's feste Land.
Das Gedicht "Die Nixe" stammt von Julius Mosen (1803 - 1867).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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