Ihr Freunde, die wir zusammen

Gezogen in die Schlacht,

Wie hat der Tod gezehntet,

Unser Häuflein klein gemacht!

 

Seht, wie der Feind so mächtig!

Wie seine Reihen so dicht,

Wie er von allen Seiten

Stets enger uns umflicht!

 

Und unsre Wurden brennen

Und unser dunkles Blut

Fließt nieder aus hundert Quellen, –

Doch unsre Schwerter sind gut!

 

Und unsre Fahne flattert

Noch in den Lüften hoch;

Zwar sind wir arg bedränget,

Allein wir stehen noch!

 

Wir kämpfen für Sold nicht noch Ehre,

Und nicht für irdische Lust,

Wir kämpfen für alles, was heilig,

Für die Götter in unserer Brust!

 

Und wären wir nur noch zween,

Der Fahnenträger und ich:

Schmach dem, der, weil er lebte,

Aus diesem Kampfe wich!


Das Gedicht "Der gute Kampf" stammt von   (1790 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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