In Deinem Auge winket
Ein trübes feuchtes Licht;
Wie Thau am Halme blinket,
Doch eine Thrän' ist's nicht!
Ach, wär' es eine Thräne,
Eine Thräne mir geweint,
Eine einzige glühende Thräne
Für Deinen scheidenden Freund! –
Gedichte
Joseph Christian von Zedlitz
In Deinem Auge winket
Ein trübes feuchtes Licht;
Wie Thau am Halme blinket,
Doch eine Thrän' ist's nicht!
Ach, wär' es eine Thräne,
Eine Thräne mir geweint,
Eine einzige glühende Thräne
Für Deinen scheidenden Freund! –
Das Gedicht "Das trübe Auge" stammt von Joseph Christian von Zedlitz (1790 - 1862).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.