Die Gleichgültigen

Komm′ mit, o Schöne, komm′ mit mir zum Tanze!

Tanzen gehöret zum festlichen Tag.

Bist du mein Schatz nicht, so kannst du es werden;

Wirst du es nimmer, so tanzen wir doch.

Komm mit, o Schöne, komm′ mit mir zum Tanze!

Tanzen verherrlicht den festlichen Tag.

 

Die Zärtlichen

Ohne dich, Liebste, was wären die Feste?

Ohne dich, Süße, was wäre der Tanz?

Wärst du mein Schatz nicht, so möcht ich nicht tanzen;

Bleibst du es immer, ist Leben ein Fest.

Ohne dich, Liebste, was wären die Feste?

Ohne dich, Süße, was wäre der Tanz?

 

Die Gleichgültigen

Laß sie nur lieben, und laß du uns tanzen!

Schmachtende Liebe vermeidet den Tanz.

Schlingen wir fröhlich den drehenden Reihen,

Schleichen die andern zum dämmernden Wald.

Laß sie nur lieben, und laß du uns tanzen!

Schmachtende Liebe vermeidet den Tanz.

 

Die Zärtlichen

Laß sie sich drehen, und laß du uns wandeln!

Wandeln der Liebe ist himmlischer Tanz.

Amor, der nahe, der höret sie spotten,

Rächet sich einmal, und rächet sich bald.

Laß sie sich drehen, und laß du uns wandeln!

Wandeln der Liebe ist himmlischer Tanz.


Das Gedicht "Wechsellied zum Tanze" stammt von   (1749 - 1832).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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