Bewährt den Forscher der Natur

Ein frei und ruhig Schauen,

So folge Meßkunst seiner Spur

Mit Vorsicht und Vertrauen.

 

Zwar mag in einem Menschenkind

Sich beides auch vereinen;

Doch daß es zwei Gewerbe sind,

Das läßt sich nicht verneinen.

 

Es war einmal ein braver Koch,

Geschickt im Appretieren;

Dem fiel es ein, er wollte doch

Als Jäger sich gerieren.

 

Er zog bewehrt zu grünem Wald,

Wo manches Wildpret hauste,

Und einen Kater schoß er bald,

Der junge Vögel schmauste.

 

Sah ihn für einen Hasen an

Und ließ sich nicht bedeuten,

Pastetete viel Würze dran

Und setzt′ ihn vor den Leuten.

 

Doch manche Gäste das verdroß,

Gewisse feine Nasen:

Die Katze, die der Jäger schoß,

Macht nie der Koch zum Hasen.


Das Gedicht "Katzenpastete" stammt von   (1749 - 1832).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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