»Herr Löwe«, sprach ein Fuchs, »ich muss
Dir's nun gestehen, mein Verdruss
Hat sonst kein Ende:

Der Esel spricht von dir nicht gut;
Er sagt: was ich an dir zu loben fände,
Das wiss' er nicht; dein Heldenmut
Sei zweifelhaft; du gäbst ihm keine Proben
Von Großmut und Gerechtigkeit;
Du würgetest die Unschuld, suchest Streit;
Er könne dich nicht loben!«

Ein Weilchen schwieg der Löwe still,
Dann sprach er: »Fuchs! er spreche, was er will;
Denn, was von mir ein Esel spricht,
Das acht' ich nicht!«


Das Gedicht "Der Löwe und der Fuchs" stammt von   (1719 - 1803).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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