Soll ich trinken, soll ich küssen?

Hier winkt Bacchus, dort Cythere,

Bacchus mit gesetzten Mienen,

Und Cythere mit verliebten.

Bacchus zeigt mir seine Reben,

Seht, sie sinken schwer von Trauben!

Aber seht nur, dort im Schatten,

Unter Reben, liegt ein Mädchen!

Seht, es schläft und lächelt schlafend,

O, wie süß mag es wohl träumen!

Seht, wie reizend liegt das Mädchen:

Um den weißen, regen Busen

Hangen schwarze, reife Trauben;

Um die rabenschwarzen Locken

Blühen schöne, gold′ne Blumen! -

Weingott, winke nur nicht länger,

Denn ich muss erst bei dem Mädchen

Unter deinen Trauben schlummern!


Das Gedicht "Bacchus und Cythere" stammt von   (1719 - 1803).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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