Kind des Himmels, Freude, komm’!
Komm’ herab aus deinem Himmel,
Komm’ herab, wie Engel fromm,
Komm’ herab in’s Erdgetümmel!
Ach, seit du entflohen bist,
Ist die Erde voll von Buben,
Voll von Trug und Hinterlist,
Voll von Mord und Mördergruben!
Komm’ in jedes Menschenherz!
Blocke, wie des Tigers, werden
Dir verschwinden; Lieb’ und Scherz
Dich begleiten hier auf Erden!
Tausende von uns sind krank,
Krank am Herzen; komm’ und heile!
Fürsten sollen mit Gesang
Dich empfangen: Komm’ und eile!
Kind, des Himmels, Freude, komm’,
Komm’ herab und mach’ auf Erden
Alle böse Menschen fromm,
Daß sie wieder fröhlich werden!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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