Wenn, vom gestirnten Himmel weit,
Sich ungefähr zur Abendzeit,
In grober Luft ein kleiner Dunst entzündet,
Und alsobald verschwindet,
Dann sieht der Astronom auf seiner Warte kaum
Der Dünste Spiel im niedern Raum;
Er blickt in Gegenden von ewig reinem Licht;
Dies Flackerwerk gehört an seinen Himmel nicht;
Allein der Pöbel glaubt auf Erden,
Es putze sich ein Stern, um glänzender zu werden.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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