Schlafen die Bewohner

Von dem Gaffelschoner

Im Kajüt am Heck? -

 

Weil das Boot vor Anker liegt,

Hockt die Katze mißvergnügt

Oben auf dem Deck.

 

Sieht sie Mäuse, Ratten? -

Doch der Wind hat sich gelegt.

Was sich einzig noch bewegt,

ist ihr eigner Schatten.

 

Vor ihr liegt ein dickes Tau,

Rund geschlängelt wie ein Kranz,

Viel viel länger als ihr Schwanz.

Ach, miau - miau.

 

Keine Ratte, keine Maus,

Keine Gasse und kein Haus,

Nichts, was mitmiaute.

 

Und die arme Katerbraut

Äußert ihren Kummer laut

Dort im Strom bei Flaute.


Das Gedicht "Katze vor Anker" stammt von   (1883 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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