War der Himmel trüb und schwer,

Waren einsam wir so sehr,

Voneinander abgeschnitten!

Aber das ist nun nicht mehr:

Lüfte fließen hin und her;

Und die ganze Welt inmitten

Glänzt, als ob sie gläsern wär.

 

Sterne kamen aufgegangen,

Flimmern mein - und deinen Wangen,

Und sie wissens auch:

Stark und stärker wird ihr Prangen;

Und wir atmen mit Verlangen,

Liegen selig wie gefangen,

Spüren eins des andern Hauch.

 


Das Gedicht "Im Grünen zu singen" stammt von   (1874 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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