Du hast mich an Dinge gemahnet,

Die heimlich in mir sind,

Du warst für die Saiten der Seele

Der nächtige flüsternde Wind

 

Und wie das rätselhafte

Das Rufen der atmenden Nacht,

Wenn draußen die Wolken gleiten

Und man aus dem Traum erwacht,

 

Zu blauer weicher Weite

Die enge Nähe schwillt,

Durch Zweige vor dem Monde

Ein leises Zittern quillt.


Das Gedicht "An einen, der vorübergeht" stammt von   (1874 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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